DNB Diamant Auszeichnung

SGNI Diamant

Gestalterische und baukulturelle Qualität

 

Um die architektonische Qualität und Langlebigkeit von Gebäuden zu fördern, bietet die SGNI die Bewertung dieser Aspekte in einem gesonderten Prozess, ergänzend zur Zertifizierung, an. Das Verfahren erfolgt über eine qualifizierte und unabhängige Kommission für Gestaltungsqualität.

Mit dem neu geschaffenen Angebot der SGNI Handlungsempfehlungen werden zu einer frühen Planungsphase projektindividuelle Impulse zur Optimierung der Gestaltungsqualität gegeben. Nach erfolgreicher Umsetzung kann sich das Projekt einer zusätzlichen Bewertung stellen und sich für die Auszeichnung mit dem weltweit einzigartigen DGNB Diamanten bewerben.

 

Kommission für Gestaltungsqualität

Die Bewertung der gestalterischen und baukulturellen Qualität wird anhand eines qualifizierten Gremiums durchgeführt, der Kommission für Gestaltungsqualität.

 

DGNB Diamant

Die Auszeichnung mit dem DGNB Diamanten belohnt fertiggestellte Gebäude, die bereits ein DGNB Zertifikat in Gold oder Platin (im Bereich Neubau oder Sanierung) erhalten haben oder anstreben und sich zudem durch eine herausragende Architektur auszeichnen.

Um diese zusätzliche Auszeichnung zu erhalten, wird das Gebäude durch die Kommission für Gestaltungsqualität geprüft. Nach Sichtung aller Planungsunterlagen und einer Ortsbegehung spricht die Kommission eine Empfehlung gegenüber der DGNB aus. Der Kommission ist es ebenfalls möglich eine Anerkennung für gute gestalterische und baukulturelle Qualität auszusprechen.

Gebäude mit der Auszeichnung DGNB Diamant erhalten, zusätzlich zu Ihrem Logo in Gold oder Platin, das Logo „DGNB Diamant" (rechts im Bild). Dieses wird immer in Kombination mit dem projektspezifischen Zertifizierungslogo dargestellt, um die Zusammenhänge der Auszeichnungen auszudrücken.

Kriterien DGNB Diamant

Kriterien für DGNB Diamant

 

Jedes Bauvorhaben wird dabei auf die gestalterische und baukulturelle Qualität überprüft und beurteilt. Um eine nachvollziehbare Beurteilung der gestalterischen und baukulturellen Qualität zu gewährleisten, hat die SGNI folgende Bewertungsaspekte definiert: 

 

DES1.1    Baukultur (Fokus Umraum-Kontext, Städtebau & Raumplanung)        

  • Ortsspezifik & Haltung - Integration in/Position zu Umfeld
  • Eigenständigkeit - Originalität des Gestaltungswillens
  • Förderung der Quartieridentität

 

DES1.2    Baukultur (Fokus Gebäude-Kontext & Architektur)        

  • Echtheit - Grad der Förderung und Schaffung von Authentizität durch die Gestaltung
  • Wiedererkennbarkeit - Förderung der Anschlussfähigkeit / Identitätsbewahrung durch die Gestaltung
  • Erlebnishaftigkeit - Förderung der emotionalen Erlebniswirkung durch Gestaltung

 

DES2.1    Lebensraum-Gestaltung (Fokus kollektive Aufenthalts- und Aktivitäten-Räume)        

  • Achtsamkeit - Berücksichtigung unterschiedlicher kultureller Eigenheiten in der Gestaltung
  • Kommunikationsfähigkeit - Förderung der Möglichkeiten von Begegnung & Austausch durch Gestaltung
  • Praxistauglichkeit - Förderung der Nutzungsfähigkeit durch Gestaltung

 

DES2.2    Lebensraum-Gestaltung (Fokus Objektqualität & Materialien)        

  • Gestaltungsstimmigkeit - Konsequenz der Gestaltungslogik (Objekte, Materialien, Form)
  • Ehrlichkeit - Wahrhaftigkeit im Umgang mit Objekten (keine falschen Tatsachen/Qualitäten)
  • Handwerklichkeit - Qualität der Ausführung (Materialwahl & Verarbeitung)

 

DES2.3    Lebensraum-Gestaltung (Fokus kulturelle und künstlerische Elemente/Flächen/Räume)    
Fokus künstlerische und kulturelle Interventions- und Aktionsräume wie Kunst am Ort, Installationen und Interventionen mit bleibenden Elementen

  • Ortsspezifik (Umfeldbezugnahme) (DES1.1-1.1), Identitätsstiftende Wirkung, Originalität (Eigenständigkeit) (DES1.1-1.2) und Reflexionscharakter u.a. als identitätsbildende Massnahme
  • Interaktions-Charakter (DES1.2-1.3) und Kommunikationsfähigkeit, intellektuelle Auseinandersetzung, Bezug zu Orts-/Unternehmens-/Kultur (DES2.1-1.2), u.a. zur Förderung des räumlichen Aneignungsprozesses
  • Zukunfts- und Gestaltungs-Offenheit, Bespielbarkeit und Entwicklungsfähigkeit des umgebenden räumlichen Settings für eine längerfristige Verstetigung