15 Jahre SGNI

Zwei Tage voller Impulse, Austausch und Vision für die nachhaltige Immobilienwirtschaft!

 

 

Am 19. und 20. Juni 2025 feierte die Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) ihr 15-jähriges Bestehen mit einer beeindruckenden Jubiläumsveranstaltung. Über 180 angemeldete Fachpersonen, Partner und Interessierte aus dem gesamten D-A-CH-Raum kamen in Zürich und Winterthur zusammen, um gemeinsam die Erfolge der letzten 15 Jahre zu würdigen und die Zukunft der nachhaltigen Bau- und Immobilienbranche zu gestalten.

 

Fachlicher Auftakt mit starken Positionen

Den Auftakt bildete ein intensiver Workshop-Nachmittag im Toni Areal in Zürich. Im Fokus stand die Erarbeitung der Grundlagen für die drei zukunftsweisende Positionspapiere zu den Themen: Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Städte & Gemeinden. Die thematisch gleich ausgerichteten österreichischen Positionspapiere, die in trinationalen Workshops mit unserem österreichischen Partnerverein ÖGNI entwickelt wurden, sind in den Arbeitsgruppen von rund 60 Fachexpertinnen und -experten weitergedacht und an die aktuellen Schweizer Herausforderungen angepasst worden. Diese Ergebnisse dienen nun als wertvolle Grundlage für die Vertiefung der Themen zur Erarbeitung der entsprechenden Schweizer Positionspapiere.

 

Eine feierliche Nacht der Würdigung und des Danks

Am Abend des 19. Juni versammelten sich über 100 Gäste zur festlichen Jubiläumsparty im eleganten Lake Side direkt am Zürichsee. In entspannter Atmosphäre wurde nicht nur das 15-jährige Bestehen gefeiert, sondern auch in einer inspirierenden Rückschau gewürdigt, was die SGNI in diesen 15 Jahren gemeinsam erreicht hat:

  • Rückblick und Ausblick: Präsident Ronald Schlegel blickte auf die Entwicklung der SGNI zurück, betonte die gemeinsame Pionierarbeit und das freiwillige Engagement aller Mitglieder, deren tiefe Überzeugung die wegweisende Etablierung der Nachhaltigkeitsstandards ermöglichte. Anschliessend lieferte er einen inspirierenden Ausblick, der uns deutlich vor Augen führt, dass wir durch unseren gemeinsamen Einsatz die Gestalter der Zukunft der Immobilienwirtschaft in den nächsten Dekaden sein werden.
  • Würdigung des Engagements: Die Geschäftsstelle nutzte den Abend, um das langjährige Engagement unserer Mitglieder in den Arbeitsgruppen (AGs) zu ehren und hervorzuheben. Ohne diesen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz wäre die inhaltliche Tiefe der SGNI-Arbeit nicht möglich.
  • Thematische Partnerschaft: Die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und die internationale Förderung des Austausches – insbesondere die trinationalen Positionspapiere in Kooperation mit der ÖGNI – wurden als zentraler Erfolg gewürdigt.
  • Workshop-Ergebnisse: Die Gruppenleiter (darunter Jürg Schneider, Isabella Aurich und Heinz Bernegger) fassten die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Workshops zusammen und sorgten damit für den inhaltlichen Fokus der Jubiläumsfeier.

 

Exkursionen und zukunftsweisende Impulse in Winterthur

Der zweite Tag führte die Teilnehmenden nach Winterthur. Dort standen die Besichtigung des Leuchtturmprojekts K118 sowie der ZHAW-Bibliothek auf dem Programm – beides hervorragende Beispiele für nachhaltiges und zirkuläres Bauen.

Am Nachmittag folgten tiefgehende Impulsreferate, um nötige Werkzeuge und Denkanstösse zu liefern:

  1. Marloes Fischer, Circular Hub, die Transformation zur Kreislaufwirtschaft wird nur beschleunigt, wenn sie durch akuten Druck oder durch signifikante Attraktivität motiviert wird. Die Branche muss Nachhaltigkeitslösungen daher als qualitativ überlegene Option positionieren.
  2. Dieter Pfister, ein SGNI-Urgestein der ersten Stunde, die Vision für die nachhaltige Transformation erfordert, die drei Dimensionen (Ökologie, Soziokultur, Ökonomie) zusammen abzustimmen und nicht auseinanderzureissen. Die BWL-Denkweise des New Public Management muss auf städtische Prozesse angewandt werden.
  3. Martin Frei, Präsident Verbund Liegenschaften Schweiz, die zentrale Herausforderung für Kommunen liegt in der operativen Implementierung strategischer Nachhaltigkeitsziele. Die Kommunen müssen durch konkrete Unterstützung bei der Bestandsanalyse und dem Management ihres kommunalen Immobilienportfolios stärker durch geeignete Instrumente entlastet werden.
  4. Matthias Schäpers (DGNB) zu klimapositiven Städten & Gemeinden: Es braucht eine arbeitsgruppenübergreifende Etablierung, einen Kommunikationsleitfaden und die Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte. Wichtige Handlungsfelder sind Klimaneutralität, Klimaanpassungsmassnahmen und die Schaffung positiver Zukunftsbilder
  5. Martina Rechtsteiner (ZHAW) zu Smart City & Resilienz, Themen wie Wasserkreislauf, Cybersicherheit und Resilienz gegenüber geopolitischer Situation sind entscheidend. Innovationen wie Sharing-Ansätze, KI-Energieeffizienz und partizipative Digitalisierungsstrategien (Stichwort PEDVolution – mehr Energie erzeugen als verbraucht wird) müssen in Public-Private-People-Partnerschaften skalierbar gemacht werden.
  6. Heinz Bernegger (ZHAW) Vortrag zu Nimmo, er forderte einen Wandel vom analytischen zum synthetischen Denken und eine Abkehr von der Globalisierung hin zur Glokalisierung – dem klarkommen mit dem, was man lokal hat. Dieser Ansatz, die Werteentwicklung und Wertschöpfung entlang der Gemeinwohl-Ökonomie zu messen, bietet einen radikalen Weg zu einer neuen Nachhaltigkeit.

Die Beiträge von der DGNB zur Vision klimapositiver Städte und Gemeinden sowie von der Smart City Alliance beleuchteten aktuelle Forschungsansätze und Best Practices zur nachhaltigen Stadt- und Quartiersentwicklung sowie zur zirkulären Immobilienwirtschaft. Diese Vorträge bekräftigten die Relevanz der SGNI-Arbeit in einem sich schnell wandelnden Umfeld.

 

Ein aufrichtiges Dankeschön an unsere Präsidenten und alle Ehrenamtlichen!

Die zwei Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie stark die SGNI-Community ist – fachlich, menschlich und visionär. An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen bei allen bedanken, die diesen Erfolg erst möglich machen:

  1. Unserem Präsidenten, Ronald Schlegel: Dein strategischer Weitblick, deine unermüdliche Energie und dein persönliches Engagement in den letzten Jahren sind das Fundament des SGNI-Erfolgs. Vielen Dank für deine herausragende Führung und dein Vertrauen in unsere gemeinsame Vision.
  2. Allen Ehrenamtlichen: Ob in den Arbeitsgruppen, bei der Organisation von Events oder als Experten in den Workshops – Ihr seid das Herz der SGNI! Eure Fachkompetenz, eure investierte Zeit und euer Engagement sind der Motor, der die SGNI antreibt und die Immobilienwirtschaft in der Schweiz nachhaltig verändert. Ohne diesen selbstlosen Einsatz gäbe es keine Positionspapiere, keine Standards und keinen solchen Jubiläumsanlass. Ein riesiges Dankeschön!

Mit vereinten Kräften, gestärkt durch diesen Austausch und mit vielen neuen Impulsen, blicken wir ambitioniert in eine Zukunft, in der Nachhaltigkeit zum unverhandelbaren Standard der Immobilienwirtschaft sein wird.

Weitere Informationen zum Stand der Schweizer Positionspapiere finden Sie hier unter:

#Kreislaufwirtschaft

#Städte und Gemeinden

#Digitalisierung 

 

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