Das Zertifizierungssystem
Die SGNI wird das in Deutschland entwickelte Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB) basierend auf dem entsprechenden europäische DGNB-Kernsystem für die Schweiz adaptieren. Dieses wurde aus der Praxis heraus von Experten der Immobilienwirtschaft entwickelt. Hier wird die Qualität von Gebäuden umfassend definiert, sodass Auditoren die Gebäudebewertung systematisch und eigenständig durchführen können. Dazu wird das europäische DGNB-Bewertungssystem an schweizerische Gegebenheiten, Normen und Richtlinien angepasst.
Mitmachkonzept
Die Adaption und Weiterentwicklung des Systems basiert auf einem offenen Mitmachkonzept. Angesprochen werden in der Immobilienwirtschaft tätige Unternehmen, respektive ihre Mitarbeiter, aus den verschiedensten Bereichen. Der dynamische Entwicklungsprozess ermöglicht es so, das System kontinuierlich zu verbessern.
Themenfelder
Das System setzt sich aus verschiedenen Themenfeldern zusammen, denen jeweils verschiedene Teilkriterien zugeordnet sind. Sowohl diese Themenfelder als auch die Kriterien werden bei der Bewertung entsprechend ihrer Relevanz gewichtet.
Kriterien
Einem Themenfeld sind mehrere Einzelkriterien unterstellt, wie zum Beispiel der akustische Komfort für den Nutzer als Kriterium der sozialkulturellen und funktionalen Qualität. Die Zertifizierung wird über ein Punktesystem durchgeführt, was die Qualität des Gebäudes messbar macht.
Gewichtung
Die bewerteten Kriterien werden gemäss ihrer Relevanz gewichtet. Diese Gewichtung kann maximal mit dem Faktor 3 durchgeführt werden, kann aber auch 0 betragen. Auch die Themenfelder unterliegen einer Gewichtung. Das Themenfeld Standortqualität wird separat bewertet, damit die Gebäudebewertung ortsunabhängig erfolgt und optimale Voraussetzungen für ein Benchmarking geschaffen werden.
Softwareunterstützung
Der Auditor wird durch eine nutzerfreundliche Software im Dokumentations- und Bewertungsprozess unterstützt. Diese visualisiert die Leistungsfähigkeit eines Gebäudes übersichtlich. Bereits in der Planungsphase werden Optimierungsmöglichkeiten hin zu einem nachhaltigen Gebäude aufgedeckt. Die Software ermöglicht eine Simulation mit den aktuell erhobenen Werten. Szenarien können durchgespielt und ein eventuell notwendiger Optimierungsbedarf kann identifiziert werden.
Individualität
Die Basis des Bewertungssystems bilden von Experten aus der Immobilienbranche entwickelte Kriterien mit hohem Praxisbezug. Da sowohl die Themenfelder, als auch die unterstellten Kriterien gewichtet werden, kann auf die Einzigartigkeit eines jeden Gebäudes eingegangen werden. Mit der Individualität des Zertifizierungssystems geht auch ein hoher Grad an Flexibilität einher.
Das System ist wandelbar aufgebaut, sodass aktuelle Entwicklungen, veränderte Normen und Richtlinien der Immobilienbranche berücksichtigt und in das System integriert werden können. So entspricht das System jederzeit den aktuellen Anforderungen der Immobilienwirtschaft.
Das Zertifikat
Mit einer Software wird die Bewertung des Gebäudes, anhand der Kriterien und ihrer entsprechenden Gewichtung durchgeführt. Diese Auswertung führt zum Zertifikat in der entsprechenden Stufe.
In der Broschüre des in Deutschland entwickelten Gütesiegels Nachhaltiges Bauen.pdf der DGNB erfahren Sie mehr über die Einzelheiten des Systems.